Interview in der 'DokShow' am 30.12.2007 zum Buch.
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Sendung zu starten.
(Die ersten 90 Sekunden sind Werbung und Rückschau
auf die vorherige Sendung)


Die zweite Auflage
Zwei Jahre
nach Erscheinen von "Eine Million oder ein Jahr" ist jetzt die
zweite, stark überarbeitete
Auflage erschienen.
Was unterscheidet die zweite
von der ersten Auflage?
»Das Buch füllt eine
wichtige Lücke in der Kommunikation zwischen Anwendern und Providern im
professionellen IT-Umfeld«, schrieb ein Leser der ersten Auflage in
einer Rezension bei amazon. Oder: »Dieses Buch sollte bei jedem neuen
Arbeitsplatz-PC zusammen mit der Support-Hotline überreicht werden.« So
beurteilte das Managementportal ephorie das Buch. Ein Berufskollege
bescheinigte eine »...ganz ausgezeichnete Darstellung der tatsächlichen
Herausforderungen an die IT«. Rückmeldungen dieser Art gab es reichlich,
und das Buch schaffte es sogar bis zur Vorstellung in einer Talkshow bei
RTL. Bei aller Freude über den Erfolg möchte ich jedoch nicht
verschweigen, dass es daneben auch Kritik gab. So zum Beispiel für
Ausflüge in Bereiche, die mit dem eigentlichen Thema des Buches nicht
unbedingt etwas zu tun hatten oder aber wegen des zu großen
Stellenwertes der Anekdoten. Diese Kritik habe ich ernst genommen und
eine zweite, überarbeitete Auflage in Angriff genommen. Die Umarbeitung
liegt nun vor - zwar nicht in der Struktur, so doch im Inhalt. Die
maßgeblichen Kapitel wurden erweitert, sie sind präziser geworden, und
neue Entwicklungen wurden eingearbeitet. Die unwesentlicheren Teile sind
nun entweder komplett entfernt oder sehr stark gekürzt. In der Summe
enthält der überarbeitete Text weniger Seiten, dafür aber mehr
Informationen über das eigentliche Thema des Buches, nämlich: »Alles,
was Sie schon immer über IT hätten wissen sollen«. Damit wir uns nicht
missverstehen: Es ist kein Ratgeber, wie man einen Computer bedient –
sondern es ist eine Bestandsaufnahme der IT, aufbereitet für ein
Nicht-Experten-Publikum. Und es ist bis heute das einzige Buch mit einem
solchen Ansatz.
Hier geht es
zur
Pressemitteilung
Presserezensionen zur 2. Auflage:
"Journal"-Gespräch
mit IT-Insider Claude Roeltgen
"Die
Branche ist noch nicht erwachsen"
4. Februar 2009
(als jpg-Dokument)
LJ: Herr
Roeltgen, was brachte Sie eigentlich auf die Idee, Ihre
Erfahrungen als IT-Insider zu Papier zu bringen?
In einer Presserezension stand, dass dieses Buch die Brücke
zwischen Laien und Experten schlägt und das graue Ungeheuer IT
so transparent macht. Ich hatte mir vorgenommen einem Laien zu
erklären was die Welt der IT ist ohne mit Fachchinesisch zu
hantieren. Und dann war da auch mein Vater, der sein ganzes
Arbeitsleben auf der Arbed verbracht hat und mich immer fragte:
„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“. Ich stellte dann
schnell fest, dass es gar kein Buch gibt, welches die Welt der
Computer, und der Leute die täglich damit arbeiten, in einer
Form beschreibt die für einen Laien leicht lesbar sind. Neben
all den Problemen die uns immer wieder zur Raserei treiben,
erleben wir auch sehr viel Lustiges und Interessantes. Kaum ein
Job ist so spannend wie in der IT und da kein Tag wie der andere
ist gibt es sehr viel zu erzählen.
LJ: "Eine
Million oder ein Jahr" - was bedeutet der Titel?
Wir bringen unsere „Kunden“, das heißt die Benutzer in einer
Firma immer wieder zur Verzweiflung. Wenn die etwas wollen,
antworten wir mit „Das kostet aber eine Million“, oder „Ihr
müsst ein Jahr darauf warten“. Der Titel soll auf das große
Missverständnis hinweisen, das es zwischen den Experten und den
Benutzern gibt. Während letztere sich die Anschaffung eines
Programms wie einen Autokauf vorstellen, antworten wir wie eine
Baufirma, die ein Haus bauen will. Dieses Missverständnis
fordert viele Opfer – auf beiden Seiten!
LJ: Vor einigen
Monaten erschien nun "Version 2.0" ihres Werkes. Weshalb? Und
was ist daran neu?
Das Feedback zur ersten Auflage war ausgesprochen positiv,
sowohl bei den Lesern als auch in der Presse. So zum Beispiel:
„Das Buch füllt eine wichtige Lücke in der Kommunikation
zwischen Anwendern und Providern im professionellen IT-Umfeld“,
oder: „Dieses Buch sollte bei jedem neuen Arbeitsplatz-PC
zusammen mit der Support-Hotline überreicht werden.“ Ein
Berufskollege bescheinigte eine „...ganz ausgezeichnete
Darstellung der tatsächlichen Herausforderungen an die IT“. Nun
gab es aber auch stellenweise Kritik für Ausflüge in
Themengebiete die nicht zum Buch gehörten und wegen dem zu
großen Gewicht der Anekdoten. Zum anderen waren 2 Jahre
vergangen und unsere Welt entwickelt sich derart rasant, dass
manches aus der ersten Auflage gar nicht mehr stimmte und
manches Neue hinzugekommen war. Der Untertitel »Alles, was Sie
schon immer über IT hätten wissen sollen« passt in der zweiten
Auflage viel besser zum Inhalt. Zurzeit entsteht die englische
Übersetzung und ich muss schon wieder so manche Passage an
aktuelle Neuentwicklungen anpassen.
LJ: Wie wird
die IT-Landschaft sagen wir mal in zehn Jahren aussehen, wenn
Sie die dritte Version ihres Buches auflegen? Was glauben Sie?
Unsere Zunft tut sich schwer damit die Zukunft vorauszudenken,
da wir zu sehr mit den täglichen Katastrophen kämpfen. Es bewegt
sich alles sensationell schnell. Deshalb kann ich nur Wünsche
äußern, allerdings denke ich dass zehn Jahre nicht ausreichend
sind.
Zum einen wünsche ich mir dass die Computerindustrie
erwachsen wird: sie befindet sich in ihrer Sturm-und-Drang Phase
und weigert sich reif zu werden. Sie hat massivste Probleme bei
der Softwarequalität, wo wir mehr Bastelarbeit sehen als
professionelle Vorgehensweisen. Dann ist das Thema Sicherheit
ein sehr ernstes und nicht gelöstes Problem: Hier stolpern die
Kunden von einem Desaster ins nächste und die Industrie von
einer Verlegenheit in die nächste. Es sind unglaublich heftige
Anstrengungen zu unternehmen um dies in den Griff zu bekommen.
Aus dem bisher entstandenen Schaden (in Milliardenhöhe jedes
Jahr, mit rapide steigender Tendenz) ist die IT noch nicht klug
geworden.
Drittens: es passt nichts zu nichts, es gibt keine Standards
wie die Dinge zusammenhängen. Jeder Anbieter kocht sein eigenes
Süppchen, erfindet jedes Mal das Rad neu und schottet sich
eifersüchtig gegenüber anderen ab. Es dauert sicher mindestens
10 Jahre bis wir eine Welt haben werden bei der alles zu allem
passt: man kauft z.B. ein Verbuchungsprogramm bei SAP und ein
Zinsberechnungsprogramm bei einem Konkurrenten und das alles
funktioniert auf Anhieb ohne große Anstrengung.
Es wird über Jahre hinaus eine ziemlich raue und aufregende
Welt da draußen bleiben. Genügend Stoff also für viele weitere
Versionen.
Punktfünf
(Mitarbeiterzeitschrift BayernLB) (Dezember 2008)
(Interview als pdf)
"... als Bestandsaufnahme ein
sehr launiges Buch über 'Alles was Sie schon immer über IT
hätten wissen sollen'..."
Falter
9+10.2008 (Dezember 2008)
(Text als pdf)
Claude Roeltgens
Bestseller habe ich schon einmal vor einigen Jahren ausführlich
im Falter vorgestellt. Nun ist das nach wie vor lesenswerte Buch
in der zweiten überarbeiteten Auflage erschienen. Noch immer ist
das Werk kein eigentlicher Ratgeber für das Überleben in der
IT-Welt, sondern eine Art "Insider-Report", in dem der Autor
über seine langjährige Erfahrung mit Informatik-Projekten und
anderen Martyrien berichtet. So schreibt Roeltgen z.B. darüber,
warum User meist zu Beta-Testern werden, wenn sie neue Software
erwerben oder erklärt, warum IT-Projekte meist ungefähr eine
Million kosten. Das Buch ist bei smartbooks erschienen. Und noch
immer empfehlenswert, vor allem für Leute, die die erste Ausgabe
nicht kennen. Roeltgens Buch ist vieles, nur nicht trocken.
Magazine IT
news Oktober 2008
(Interview als pdf-Dokument)
(auf Bild klicken)

Ein ungewöhnliches
Buch, nicht (nur) weil das Vorwort von Luxemburgs
Premierminister geschrieben wurde, sondern weil ein fachlich
fundiertes Buch über die IT, wie sie in größeren Firmen bzw.
Behörden anzutreffen ist, vorgelegt wird, dass ohne jegliche
fachspezifischen Begriffe „daher kommt“. Es lässt sich lesen,
wie ein Kriminalroman.
Was macht das Buch für Administratoren und aber noch wichtiger,
für den PC-Nutzer so lesenswert? Tatsache ist, dass zwischen den
PC-Anwendern und den IT-Fachleuten eine tiefe Schlucht klafft.
Die normalen PC-Anwender haben in der Regel keine Vorstellung
davon, wie IT wirklich funktioniert, wie die Fachleute hinter
den Kulissen arbeiten. Warum ist IT so teuer? Was tun die
IT-Experten eigentlich den ganzen Tag? Warum dauert es so lange,
ein neues IT-Projekt zur Vollendung zu bringen? Fragen wie diese
treiben alle um, die täglich mit Informationstechnologie zu tun
haben, dieses Betätigungsfeld aber nur von außen kennen. Hierzu
macht der Autor klare verständliche Aussagen. Er ist echter
Insider und er berichtet aus seinem Alltag, wie die IT-Profis
bemüht sind, ein IT-System möglichst störungsfrei 365 Tage im
Jahr anbieten zu können. Wie die Profis von den
Software-Entwicklern oft „im Regen stehen“ gelassen werden, wird
den Anwendern an einfachen Beispielen erläutert und müsste nach
Lektüre der 236 Seiten für mehr Verständnis innerhalb der beiden
Parteien sorgen.
Aber der Autor übt nicht nur Kritik, er macht auch präzise
Vorschläge, wie die Software-Industrie kundennähere Produkte
anbieten könnte, statt die Anwender bzw. IT-Spezialisten die
Fehler in der Software suchen zu lassen.
Claude Roeltgen schlägt die Brücke zwischen Laien und Experten
und macht das graue Ungeheuer IT so transparent, dass ist der
Schlüssel dieses lesenswerten Buches.
Rolf Bull (am 21.9.2008)
Gescannter Text als
pdf
IT-KOMPASS
(1.9.2008)
Abgestürzte Computer, verlorene
Dokumente: Die IT-Welt wird von vielen als verwirrend und
gefährlich gesehen. Dabei seien nicht die Nutzer das Problem,
sagt Claude Roeltgen. Der IT-Chef der Banque LBLux gewährt einen
Blick hinter die Kulissen und verrät, wie IT-Profis wirklich
arbeiten.
Zum Interview:
http://www.manager-magazin.de/it/cio-spezial/0,2828,573086,00.html
Eine
Million oder ein Jahr: die zweite Auflage ist da
(26.8.2008)
Vor zwei Jahren brachte der Luxemburger IT-Spezialist Claude
Roeltgen sein Buch „Eine Million oder ein Jahr. Hinter den
Kulissen der IT – ein Insider berichtet“ heraus. Mit Erfolg, wie
sich zeigen sollte. Denn seit ein paar Wochen ist das bei
Smartbooks in der Schweiz verlegte Buch in der zweiten Auflage
erhältlich. Das „Wort“ schrieb zur ersten Edition im Mai 2006:
„Der IT-Spezialist schafft es in der Tat, in verständlicher
Sprache ein unterhaltsames Buch über die Tücken und Rätsel der
Computerwelt vorzulegen“. In der zweiten Auflage legt Roeltgen
mehr Wert auf Informationen zum Thema IT – und weniger auf
Anekdoten, die der Branchenspezialisten in seiner über
25-jährigen Tätigkeit in dem Bereich angesammelt hat. Insgesamt
hat der Autor die maßgeblichen Kapitel erweitert. Die Wanderung
durch die IT-Geschichte – von den Lochkarten der frühen Tage bis
zum Internet von heute – bereitet Roeltgen nach wie vor
unterhaltsam auf. Das Buch ist in Luxemburg im Fachhandel
erhältlich. (arne)
Link zum
Artikel

(19.
August 2008)
Claude Roeltgens
Sachbuch "Eine Million oder ein Jahr" geht in
die zweite Auflage. Sie wurde vom Autor
überarbeitet und noch stärker auf das Thema
fokussiert.
Zwischen der
reinen PC-Anwenderschaft und den IT-Fachleuten
klafft eine tiefe Kluft. Jetzt ist die zweite
Auflage von Claude Roeltgens Bericht aus der
„wahren Welt“ der IT-Profis erschienen. Der Band
füllte schon bei seinem ersten Erscheinen eine
Lücke im Bücherangebot, denn der Autor schlägt
die Brücke zwischen Laien und den
Praxisanforderungen der IT-Experten.
Die ganz normalen PC-Benutzer haben oft keine
Vorstellung davon, wie IT wirklich funktioniert,
wie die Fachleute hinter den Kulissen arbeiten
und warum alles immer so lange dauert und nie
fertig wird. Roeltgens war selbst viele Jahre im
IT-Bereich von Banken beschäftigt und er
berichtet als Insider aus seinem Alltag. In
seinem unterhaltsamen SmartBook "Eine Million
oder ein Jahr" erzählt er, wie die IT-Profis
wirklich arbeiten und er geht darauf ein, mit
welchen Schwierigkeiten IT-Abteilungen in den
Betrieben zu kämpfen haben.
Dadurch soll auch der nicht immer ganz
friktionsfreie Dialog zwischen IT-Experten und
den Anwendern erleichtert werden. So richtet
sich das Buch auch ganz konkret an alle, die
beruflich oder privat mit der
Informationstechnologie zu tun haben und die
verstehen möchten, warum nicht alles gleich auf
Anhieb funktioniert - und wer dafür
verantwortlich zu machen ist.
(Link zum Artikel)
www.ratgeberspiel.de (Juli
2008)
Claude Roeltgen ist wohl ein echter
Insider und berichtet mal verständlich für den Leser, was hinter
den Kulissen der Computerbranche passiert. Sie kennen ja das
Problem, Sie kaufen einen PC und schalten ihn an und nichts
passiert. Wenn Sie Glück haben, liegt noch ein Handbuch bei.
Aber in dem Supermarkt zwischen den Lebensmitteln werden Sie
wohl eher keine Antwort finden, obwohl Sie den PC hier gekauft
haben. Das Gleiche kann man von der Software auch sagen. Dies
sind alles Bücher mit sieben Siegeln. Aber warum ist das so.
Claude Roeltgen stellt ja in seinem Buch fest, dass der
IT-Bereich zur Lösung von Aufgaben ein Jahr braucht. Dabei
funktioniert hier alles nur mit „null“ und „eins“ mehr ist es
doch nicht, oder?
Claude Roeltgen ist ein echter Insider und er berichtet aus
seinem Alltag. In seinem unterhaltsamen SmartBook "Eine Million
oder ein Jahr" erzählt er, wie die IT-Profis wirklich arbeiten.
Die wichtigste Taste fehlt auf jeder Tastatur. Und so wird sie
auf dem Cover des Sachbuchs "Eine Million oder ein Jahr" von
einer Hand in die Kamera gestreckt. HELP steht auf dieser Taste.
So findet Autor Claude Roeltgen auf Anhieb den passenden
visuellen Einstieg in ein wohl einzigartiges Sachbuch, das
hinter die Geheimnisse der IT-Branche blickt und dabei
Erstaunliches zutage fördert. Sein 240-Seiten-Werk ist gerade in
der zweiten, überarbeiteten Auflage als SmartBook erschienen.
Warum ist IT so teuer? Was tut ein IT-Experte eigentlich den
ganzen Tag? Warum dauert es so lange, ein neues IT-Projekt zur
Vollendung zu bringen? Das Buch ist unterhaltsam geschrieben.
Dabei verzichtet der Autor auf die übliche Computersprache.
Wobei Sie aber als Leser Interesse für die Problematik
einbringen müssen.
Leser-Rezensionen
Das Buch ist sowohl für Neueinsteiger wie auch für Fortgeschrittene eine
empfehlende Lektüre ! Man gewinnt sofort den Eindruck dass der Autor
seinen Traumberuf gefunden hat. Trotz der Komplexität der Materie, ist
es dem Autor gelungen , mit amüsanten und hilfreichen Erläuterungen ,die
Welt der IT auf beeindruckende Art zu erklären. Ich bin überzeugt, dass
das Buch eine grosse Hilfestellung ist, die IT-Welt besser zu
verstehen. Ein empfehlenswertes Buch!!!
(von
ma.chaussure @ mails.lu
am 24.9.2008)
Die
reale Welt der IT, jenseits jeder Theorie, 6. September 2008
(von comperr bei amazon)
Es ist ein gutes Buch und
es ist ein wichtiges Buch, da es eine Lücke schließt. Diese Lücke
besteht zwischen dem, was ein Anwender von seiner IT erwartet, und dem
was er bekommt und sie ist der Grund immer wiederkehrender
Missverständnisse. Es beschreibt sehr gut strukturiert die alltäglichen
Herausforderungen einer IT-Abteilung in einem Betrieb. Nachdem mir die
erste Auflage bereits (mit einigen Abstrichen) gefallen hatte, habe ich
nun die zweite (überarbeitete) Auflage gelesen. Die Überarbeitung hat
dem Werk in der Tat gut getan. Nicht zum Thema gehörende Ausflüge sind
verschwunden und die Fokussierung ist nun eindeutig bei den
Herausforderungen einer IT-Abteilung. Man findet zum Thema IT-Management
zwar genug Literatur über Erfolgsgeschichten irgendwelcher (Möchtegern-)IT-Manager
oder Berater, aber das alles klingt immer sehr nach Theorie und manchmal
gar nach "Heile Welt". Dieses Buch beschreibt jedoch direkt und konkret
und benennt die Probleme und Schwierigkeiten. Es tat gut die Welt in der
ich selbst auch arbeite so konkret beschrieben zu sehen. Eine zentrale
Frage in diesem Buch ist die der mangelnden Softwarequalität, welche als
eine der Hauptursachen für allfällige Probleme genannt wird. Wie aus
dieser Situation herausfinden ist eine ziemlich spannende Frage welche
sicherlich auch die angesprochene IT-Industrie beschäftigt. Ob die am
Ende des Buches gegebenen Empfehlungen so eintreten werden bleibt
abzuwarten, möglich ist es durchaus. Wird es Softwarefirmen geben, die
qualitativ hochwertige Software entwickeln können und gleichzeitig
profitabel sind? Des Weiteren wird einleuchtend dargestellt warum
IT-Abteilungen soviel Personal und Budget brauchen. An vielen Stellen
liest sich das Ganze wie ein spannender Roman, wie zum Beispiel beim
Thema IT-Sicherheit. Wohltuend auch der komplette Verzicht auf
Fachchinesisch. Natürlich weiß man als Laie dass Computer abstürzen,
aber über die Gründe weiß man eigentlich nichts. Das Schöne am Konzept
dieses Buches ist, dass man als Leser hier abgeholt wird und man von
hier aus hinter die Kulissen blickt.
Ganz speziell ans Herz legen möchte ich das Werk allen Studenten der
Informatik. Ob es noch ein anderes Buch gibt, welches die reale Welt der
IT (jenseits von Theorie, Hochglanzbroschüren und Versprechen der
Anbieter) so gut strukturiert und praxisbezogen beschreibt kann ich
nicht beurteilen. Aber dieses dürfte ohne Frage angehenden Informatikern
den Blick für ihre berufliche Zukunft schärfen.
Der CIO die ärmste Sau der IT
(von Karl auf
speicherguide.de am 27.7.08)
Zurzeit amüsiert mich die Lektüre von Claude
Roeltgens »Eine Million oder ein Jahr, Hinter den Kulissen der IT – ein
Insider berichtet«. Als sich die Pressemitteilung dazu in meinem
digitalen Posteingangsfach materialisierte, wusste ich sofort, das lass
ich mir schicken. Normalerweise lese ich elektronische Pressemeldungen
gar nicht. Aber dies ist ein anderes Thema.
Ich kann Ihnen noch nicht sagen, ob das Buch einen guten Anfang oder ein
gutes Ende hat. Sie lesen Sachbücher doch auch kreuz und quer, oder? In
der Mitte finden sich jedenfalls alle Admins und IT-Techniker sofort
wieder. Unter anderem auch der CIO, der als Chef der Technikerbande
quasi die ärmste Sau der ganzen IT-Welt ist.
CIOs bleiben meist nur wenige Jahre auf ihrem Posten, dann müssen sie
weiterziehen. Roeltgen vergleicht den Job eines CIOs mit dem eines
Bundesligatrainers. Der Grund für die häufigen Arbeitgeberwechsel liegt
nicht an der Inkompetenz der CIOs. Zitat: »Nein, der Grund liegt darin,
dass es ein Loch von der Größe des Grand Canyon gibt, zwischen dem, was
die IT leisten kann und dem, was sich Anwender und Geschäftsleitung
wünschen. ... Erschwerend kommt hinzu, dass Beratungsfirmen gerne in
Hochglanzbroschüren vorgaukeln, dass man `einen Server in 10 Minuten
konfigurieren´ könne, `die IT-Kosten massiv senken´ könne und sich
überhaupt `mit dem System x die Effizienz explosionsartig steigern´
ließe, ganz zu schweigen davon, dass von `mit uns die Komplexität aus
Ihrer IT´ verschwinden würde. Wenn der CIO es nicht schafft, seiner
Geschäftsleitung zu erklären, dass die Wahrheit nicht dem entspricht,
was die Marketingabteilungen der Computerfirmen als Märchen in die Welt
setzen, dann wird es eng für den CIO.«
Dem ist nichts hinzuzufügen! Falls Ihre Karriereplanung vorsieht, vom
heutigen Junior-Admin einmal bis zum Chief Information Officer
aufzusteigen, überlegen Sie sich das gut.
Erste Auflage
"IT ist geistige
Bergwerksarbeit"
Eine Million oder ein Jahr
Hinter den Kulissen der IT - Ein Insider
berichtet
Die wichtigsten Pressestimmen zum Buch
auf einen Blick:
"Dieses Buch sollte bei jedem neuen
Arbeitsplatz-PC zusammen mit der Support-Hotline überreicht werden."
www.ephorie.de März 2007
"...ein
humorvoller, oft auch ironischer Blick auf Systeme und Zusammenhänge, die
manchmal reichlich wenig mit den harten Fakten der Technik zu tun haben.
Wir empfehlen das Buch als Bettlektüre im Hotel, für eine mittellange
Zugfahrt oder als Vorbereitung für die nächste „unnötige“
Projektsitzung."
Der EDV-LEITER, 12. Dezember 2006
„Warum ist bei uns alles so kompliziert?
Es geht doch alles viel einfacher“. Mit diesen Anrufen aus dem Chefbüro ist nach
der Lektüre von „Eine Million oder ein Jahr“ wohl nicht mehr zu rechnen."
CIO
September 2006
"Es ist auf
jeden Fall ein klarer und überaus praktischer Wegweiser, der IT-Interessierten
in ihrer Bibliothek nicht fehlen sollte"
Journal
5.7.2006
"Das Buch bietet Spaß, Erkenntnisse auf jeder
Ebene und klar formulierte Sachinformationen."
c't Magazin 15/2006
"Der IT-Spezialist schafft es in der Tat, in verständlicher Sprache ein
unterhaltsames Buch über die Tücken und Rätsel der Computerwelt vorzulegen."
Luxemburger Wort 20.5.2006
"Am besten
ist Roeltgen jeweils, wenn er generelle Missstände und unlogische Abläufe im
IT-Bereich anprangert"
"Informatiker,
und andere Technologie-Betroffene, die mehr über die Hintergründe des Business
erhalten möchten, ohne mit unverständlichem Fachjargon bombardiert zu werden,
werden Claude Roeltgens Buch mit Interesse lesen."
MUS 7/2006
"Wenn etwas schief läuft mit Computern, kommen die Leute von der EDV und
sollen's richten. Meist steht der Laie daneben und versteht nur Bahnhof. Exakt
an diesem Punkt holt nun Claude Roeltgen den geneigten Leser ab"
Tageblatt
20.1.2007
Alle
Presserezensionen im Detail:
März
2007
Alles,
was Sie schon immer über IT wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.
Den kompletten Text gibt es direkt bei


Ausgabe 20.1.
2007
(Originalartikel als gif)
Man
kennt das Problem privat wie im Büro: wenn etwas schief läuft mit
Computern, kommen die Leute von der EDV und sollen's richten. Meist
steht der Laie daneben und versteht nur Bahnhof. Exakt an diesem Punkt
holt nun Claude Roeltgen den geneigten Leser ab, indem er gleich in der
ersten Kapitelüberschrift "Alles, was Sie schon immer über IT wissen
wollten, aber nie zu fragen wagten" zu behandeln verspricht.
Warum
also stürzen PCs immer wieder ab? Und warum sind Software-Programme der
ersten Generation oft voller Tücken, nach einem Jahr bereits veraltert
und nach spätestens fünf Jahren inkompatibel? Roeltgen, der sein Geld
als IT-Abteilungsleiter in einer ungenannt bleibenden Luxemburger Bank
verdient, will "Eine Million oder ein Jahr" verfasst haben, weil sein
Vater nicht verstand, was der Sprössling den ganzen Tag über eigentlich
zu tun hat. Ausserdem, so der Autor, würde die Branche herzlich wenig
Marketing in eigener Sache betreiben, was nicht zuletzt das grosse
Rätselraten rund um das Thema 'Informationstechnologie' befördert.
In
betont lockerem Umgangston erzählt Roeltgen von seinem Alltag, von den
kostenintensiven, weil schwer kalkulierbaren Anpassungsschwierigkeiten
zwischen Nutzerinteressen und Soft- wie Hardwareanbietern
beispielsweise, wobei diese, Provider genannt, ihre Produkte immer
perfekt präsentieren und das "Feedback von befreundeten Firmen - sofern
dies zu bekommen ist", in aller Regel mit Vorsicht zur Kenntnis genommen
werden sollte, "da deren Aussage nur deren Biotop betrifft". Der Leser
lernt, was unter Begriffen wie "Implementierung" oder "Interfaces" zu
verstehen ist, und welche Vor- wie Nachteile das Out- oder Insourcing
von Aufgabenbereichen mit sich bringt.
Nicht
immer sind Roeltgens verallgemeinernde Beispiele wie etwa der Einkauf
einer Dichtung für den tropfenden Wasserhahn oder die Anstellung einer
Putzhilfe aufschlussreich, um hinter die betriebswirtschaftliche
Bedeutung der beschriebenen Vorgänge zu blicken. Und für anschliessende
Fragen nach dem Verhältnis zwischen IT-Investitionen und Personalabbau,
bzw. ab wann sich betriebliche Kosten/Nutzenrechnungen
gesamtgesellschaftlich zu einem Verlustgeschäft addieren, muss man sich
eine andere Lektüre suchen. Gleichwohl wäre es unfair, Claude Roeltgens
kritische Haltung gegenüber den weitgehend entfesselten Kräften des
Marktes für Informationstechnologie nicht zu erwähnen.
Für
Roeltgen ist es ein "elend langer Weg bis zur Stabilität, wie sie die
Automobilindustrie" zumindest den Kunden bietet. Und wohl oder übel
werden wir sowohl mit der "Unreife der Softwareindustrie" wie denn
geschönten Statistiken unserer Ökonomen leben müssen.
T.K.
Ausgabe 12.12. 2006
(Originalartikel als pdf)
Verständnis für den
CIO
Claude Roeltgen, IT-Leiter
einer Bank in Luxemburg, baut mit seinem neuen Buch „Eine Million oder
ein Jahr“ eine Brücke des Verständnisses zwischen Laien und Experten der
IT-Welt. Mit Ironie und Witz schildert er Gegebenheiten und
Zusammenhänge, bei denen jeder IT-Verantwortliche sein persönliches
Déja vu erlebt.
Warum dauern IT-Projekte so lange,
sind so teuer und so kompliziert? Wie können Anwender am besten an die
Nutzung von Software herangeführt werden? Warum ist es so komplex, eine
vollständige IT-Notfallplanung zu erstellen? Claude Roeltgen besitzt die
Erfahrung aus 25 Jahren IT-Tätigkeit, vom Programmierer bis zum
IT-Projektleiter und IT-Leiter einer Bank. Er kennt
Lochkarten-Sortiermaschinen ebenso wie die aktuelle Situation.
Die
Erkenntnis, dass die IT im Unternehmen einem Biotop gleicht – manchmal
sogar einem Dschungel, klingt vielleicht vereinfacht. Wer jedoch schon
einmal begonnen hat, in einem IT-Biotop neue Komponenten zu integrieren
oder zu entfernen, der versteht, dass hier aus dem wahren Leben
berichtet wird.
„Eine
Million oder ein Jahr“ ist kein Fachbuch, in dem der IT-Verantwortliche
Lösungen für seine professionellen Aufgaben erhoffen darf. Aber es ist
ein humorvoller, oft auch ironischer Blick auf Systeme und
Zusammenhänge, die manchmal reichlich wenig mit den harten Fakten der
Technik zu tun haben. Wir empfehlen das Buch als Bettlektüre im Hotel,
für eine mittellange Zugfahrt oder als Vorbereitung für die nächste
„unnötige“ Projektsitzung.
Im Gespräch
Claude Roeltgen
arbeitet seit 1982 in der IT-Industrie. Er startete als Programmierer,
stieg auf zum Projektleiter und ist seit 1987 IT-Leiter bei einer Bank
in Luxemburg. In seinem Buch „Eine Million oder ein Jahr“
versucht er einen launigen Blick hinter die Kulissen. „Die
Computerbranche weigert sich erwachsen zu werden“, lautet seine
Erklärung für die allfälligen Missstände. „Es gibt bis heute keine
Kriterien, wie man Software vor dem Einsatz zuverlässig testen kann.
Deshalb werden Pilotanwender immer wieder zu unfreiwilligen Betatestern
degradiert.“
Luxemburger IT-Leiter: Outsourcing ist derzeit das
meistüberschätzte Thema in der IT-Branche
„Schlechte Softwarequalität erschwert die
Projektplanung“
Fehlende Entwicklungsstandards für Applikationen und
unhaltbare Versprechungen der Industrie sieht Claude Roeltgen als Beleg
dafür, dass die IT-Branche „noch in den Flegeljahren steckt“. Der
Reifeprozess wird seiner Meinung nach noch mehrere Jahre brauchen.
Worauf führen Sie zurück, dass IT-Projekte stets länger
dauern als geplant und das Budget überschreiten?
Zum einen ist die Komplexität eines Projektes nicht immer
von Anfang an klar, weil IT-Experten und Business-Leute oft
unterschiedliche Vorstellungen haben. Zum anderen bekommen wir oft
häufig eine mangelhafte Softwarequalität. Da es keine Standards gibt,
wie Applikationen entwickelt und getestet werden, treten viele Probleme
erst bei der Implementierung zu Tage. Aus diesem Grund ist die
Zeitplanung bei grossen Projekten so wenig verlässlich.
Die Hersteller behaupten aber, dass sie ihre Produkte
nach allen Regeln der Kunst testen. Was läuft da falsch?
Solche Aussage machen nur die Marketing-Abteilungen. Wer
mit den Programmierern redet, sieht sehr schnell, dass es ganz anders
läuft. Das einzige, was wirklich zählt, ist das Einhalten des Termins,
damit die Rechnung geschrieben werden kann. Im Zweifel wird auf das
Testen verzichtet. Selbst wenn es nicht so ist, kann ein Hersteller gar
nicht alles testen, da er nicht wissen kann, in welchem
Applikationsumfeld seine Software zum Einsatz kommt.
Sie fordern, dass die Industrie mehr Garantien übernimmt.
Ist das bei Unternehmenssoftware realistisch?
Mit dieser Forderung will ich provozieren. Ich weiss sehr
wohl, dass so etwas beim heutigen Stand fast unmöglich ist. Die Kunden
drängen darauf, dass eine neue Software so schnell wie möglich auf den
Markt kommt. Ein Hersteller, der dabei weit reichende Garantien gewährt,
begeht sehr leicht geschäftlichen Selbstmord. Möglich wäre allerdings,
dass man Testprozesse entwickelt oder die Implementierungsmethoden
zertifiziert. Davon sind wir aber noch Lichtjahre entfernt.
Viele Unternehmen wollen über Outsourcing Probleme zum
Dienstleister verlagern. Das klappt nicht immer. Ist hier die Industrie
schuld oder die überzogenen Erwartungen?
Outsourcing ist derzeit das meistüberschätzte Thema in
der IT. Man lagert Prozesse aus, die man nicht im Griff hat, und hofft,
dass es der Dienstleister besser macht. Das funktioniert aber nur
schwierig, denn bei der Unternehmenssoftware sind sehr häufig
Anpassungen nötig. Wenn das Service Level Agreement diese nicht abdeckt,
muss man neu verhandeln. So kommt man beim Outsourcing schnell ans Ende
seiner Möglichkeiten.
Würden bessere Outsourcing-Modelle dieses Problem
entschärfen?
Teilwiese sicher, aber ein Grundproblem wird davon nicht
gelöst: Die Outsourcing-Entscheidungen werden oft von Managern
getroffen, die von der IT sehr wenig Ahnung haben. So etwas kann auf
Dauer nicht gesund sein.
Fachabteilungen und IT sind oft zwei Welten, die sich
mangels gemeinsamer Sprache kaum verstehen. Wie kann ein IT-Leiter
dieses Problem zumindest abschwächen?
Er muss den Business-Leuten erzählen, in welchem
IT-Umfeld das Unternehmen arbeitet und die Bedürfnisse der
Fachabteilungen kennen. Auf der anderen Seite sollte sich auch die
Fachabteilung IT-Wissen aneignen. Nur wenn beide Partner wissen, wie die
Welt auf der anderen Seite aussieht, kann der Dialog funktionieren.
Die serviceorientierte Architektur SOA tritt an, die
Gräben zwischen IT und Business zu überbrücken. Können damit eines Tages
die Fachabteilungen das Steuer übernehmen?
So etwas klappt nur, wenn sich das SOA-Konzept radikal
ändert. Es müsste möglich sein, dass man etwa eine Zinsroutine bei
Oracle kauft und ein Buchungsprogramm bei SAP, und beide arbeiten
zusammen. So weit sind wir noch lange nicht. Jeder Hersteller pflegt
seinen eigenen SOA-Entwurf, um sich abzuschotten. Ein Umdenken in
Richtung Offenheit findet erst statt, wenn der Druck vom Markt zunimmt.
jf
Wie funktioniert das eigentlich?
IT ist wie ein Biotop
Claude Roeltgen, CIO von Credit Suisse in
Luxemburg, hat ein Buch geschrieben. Für seinen Vater, der sein Leben
lang in der Stahlindustrie geschuftet hat und einfach nicht verstand,
was Claude bei der Bank eigentlich macht.
Claude Roeltgen tippt mit dem Finger auf
eine Anzeigenseite von Hewlett Packard (HP), die er gerade aus einer
Wirtschaftszeitung herausgerissen hat: „Konfigurieren Sie 64 Server in
15 Minuten“ steht dort schwarz auf weiß. „Wissen Sie, was passiert, wenn
ein CEO das liest“, fragt Roeltgen, der gar nicht erst die Antwort auf
seine Frage abwartet, sondern gleich hinterher liefert: „Er ruft die
Hotline an und informiert sich, ehe er dann den CIO damit konfrontiert
und fragt, warum denn im eigenen Haus immer alles so kompliziert ist“.
Mit seinem Buch „Eine Million oder ein Jahr“
greift Claude Roeltgen übliche Vorbehalte auf, IT sei teuer und dauere
ewig. Seine Botschaft: IT ist kein Auto, in das man sich hineinsetzt,
den Zündschlüssel umdreht und Gas gibt. IT sei auch keine Landschaft,
schon gar keine blühende, sondern eher ein Biotop aus verschiedenen
IT-Systemen, das immer für eine Überraschung gut sei. Gerade die
Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen seien ein leidiges Thema,
das vor allem auch langwierig sei und viel Betreuung erfordere.
Das sind verständliche Worte – zunächst an
seinen Vater adressiert, der sein Leben lang mit Computern nur am Rande
zu tun hatte. „Was machst Du eigentlich
genau?“, fragte der Mann. Bei einer Bank irgendwas mit Computern: Das
war klar. „Ich schreibe es Dir auf“, sagte der Luxemburger CIO
daraufhin. Eine der wichtigsten Botschaften: „Es funktioniert
nichts auf Knopfdruck“, weiß Roeltgen aus 18 Jahren Erfahrung als
Banken-CIO. Das ist auch für viele Mitarbeiter der Bank neu.
Die Ursachen dafür sind so vielseitig, wie
beispielsweise die Beziehungen zwischen Schilfen, Algen, Kröten,
Libellen und Wasserläufern in einem Tümpel. Keiner weiß, ob durch eine
neue Tier- oder Pflanzenart ein Mehrwert geschaffen wird oder das
Gleichgewicht zerstört wird, schreibt der Wirtschaftsinformatiker. Hinzu
kommt, dass Dienstleister ihre Software in einem eigenen Biotop
präsentieren, das Hauptbiotop im Unternehmen allerdings wesentlich
größer und erheblich komplexer sei.
Letztes weiß Roeltgen spätestens seit der
Einführung einer Portfolio-Management-Software für das
Privatkundengeschäft: „Die hätte uns fast gekillt“, sagt der Leiter der
18-Mann-IT-Abteilung in Luxemburg. Die Präsentation des namhaften
Anbieters war überzeugend. Doch dann stellte sich heraus, dass das Tool
„miserabel entwickelt“ und der „Support schlecht“ ist, kommentiert
Roeltgen. Nach Krisensitzungen, zurückgehaltenen Zahlungen und vielem
Hin und Her gab es nach zwei Jahren zäher Entwicklungsarbeit schließlich
eine Version für die 25 Kundenberater, die daraufhin jeden Morgen 20 bis
30 Minuten auf ihre Kundendaten warten mussten, da das System das
Netzwerk fast lahm legte. Heute läuft das Programm. Von einem
Folgevertrag sah man jedoch zunächst ab. Und Roeltgens Hoffnung, dass
aus diesem Prototyp eine konzernweite Lösung werden könnte, schien in
weiter Ferne zu sein. Doch vor wenigen Tagen verkaufte der damalige
Anbieter seine Software. „Das könnte die Situation schlagartig ändern“,
so Roeltgen.
Während der Krise hielt der CEO der
Luxemburger Bank mit 240 Mitarbeitern immer an Roeltgen fest. Der Grund:
Mit Problemen geht Roeltgen offen um, er verschickt sogar regelmäßig
Newsletter, in denen er etwa Software-Problemen auf den Grund geht und
den Mitarbeitern erläutert, warum es dafür keine Lösung gibt.
Damit schlägt Roeltgen einen offensiven Weg
ein, den andere IT-Manager in leitenden Funktionen noch nicht wagen. Zu
verbreitet ist besonders im Nicht-IT-Management die Meinung, Fehler
dürfe es nicht geben. Ein Leser kam regelrecht in Gewissensprobleme, als
er Roeltgens Buch in der Hand hielt. „Das kann ich meinem Chef nicht zum
Lesen geben“, so der IT-Manager, „für ihn ist die IT perfekt
beherrschbar – und in dem Glauben will ich ihn lieber lassen“.
Das ändert nichts an einem Problem, das in
Roeltgens Buch einen hohen Stellenwert genießt – schlecht entwickelte
Software. Warum, fragt Roeltgen, gibt es für Software eigentlich keine
neutralen Qualitäts-Checks – etwa ähnlich den klinischen Studien von
neuen Medikamenten in der Pharmaindustrie. Da werden Programme auf die
Unternehmen losgelassen, die wirklich nicht frei von Risiken und
Nebenwirkungen seien. Solche provokative Thesen mag Roeltgen. Mit 23
Jahren Erfahrung als IT-Mann für Banken, davon 18 Jahre als CIO, kann
ihm kaum noch jemand was vormachen.
TACHELES REDEN ÜBER SOX, ITIL UND CO
Warum also nicht endlich mal die Wahrheit
sagen? Etwa über den Sarbanes-Oxley Act („Die Idee war, dass es zwar
Kontrollen gibt, dass aber die Kontrollen nicht kontrolliert werden“):
„Auditoren kontrollieren Dinge, die oft an der Realität vorbei gehen und
etliche Informatiker machen das einfach mit, das ist haarsträubend“,
ergänzt der Banken-CIO. Als nächstes Beispiel dient die Information
Technology Infrastructure Library ITIL: „Es wird oft vergessen, dass
ITIL unglaublich gefräßig in puncto benötigter menschlicher Ressourcen
ist“, zudem einige Unternehmen ITIL „à la lettre“ umsetzten, also
dogmatisch nach Vorschrift, was wiederum die Anwender in höchstem Maße
frustriere.
Auch Outsourcing könne ein Problem werden.
Etwa, wenn der Betrieb von Applikationen an einen externen Dienstleister
abgegeben wird. Er nennt das Phänomen „Comeback des Enduser-Computing“
und meint damit, dass Anwender wieder beginnen, selbst zu programmieren,
weil der Dienstleister oft träger ist als ein interner IT-Service und
die Lösung schlicht schneller da sein muss.
Gewagt (aber weise) ist seine Einschätzung
zum Thema Zentralisierung oder Dezentralisierung. Hier hat Roeltgen im
Laufe der Jahre eine gewisse Gelassenheit gewonnen: „Wenn eine Strategie
einem nicht gefällt, braucht man nur abzuwarten bis festgestellt wird,
dass sie sich nicht bewährt hat und schon geht es wieder in die andere
Richtung.“
Das heißt jedoch nicht, dass er seine
eigenen Prozesse dem Zufall überlässt. In einer
Kundenzufriedenheitsanalyse aus dem vergangenen Jahr stellte der CIO
fest, dass Services zwar recht gut bewertet werden, aber es gab
Überraschungen. Daraufhin initiierte Roeltgen Workshops, in denen er den
Dingen auf den Grund gehen wollte. „Die Mitarbeiter hatten überhaupt
keinen Überblick über das IT-Framework“, stellt Roeltgen dort fest. Auch
hier gingen viele Mitarbeiter davon aus, dass IT wie ein Auto
funktioniert.
CEO VERSCHENKT BUCH AN MITARBEITER
Damit die das nun schließlich auch
verstehen, was die Unternehmens-IT kann und auch nicht kann, hat der CEO
nun allen 240 Mitarbeitern der Luxemburger Dependance das Biotop-Buch
geschenkt. Für Werbesprüche à la HP ist er sowieso nicht empfänglich.
Das ist nicht überall so: Zu oft gibt es
noch eine Kommunikationslücke zwischen Business und IT. Und dann heißt
es wieder: „Warum ist bei uns alles so kompliziert? Es geht doch alles
viel einfacher“. Mit diesen Anrufen aus dem Chefbüro ist nach der
Lektüre von „Eine Million oder ein Jahr“ wohl nicht mehr zu rechnen.
Ebenso nicht mehr mit den üblichen genervten
Sprüchen der Mitarbeiter über ein lahmes Internet, funktionsunfähige
Mail-Server oder einen löchrigen Spam-Filter. Zwar ist nicht für alles
eine Erklärung da (Key-Learning: Es gibt ja auch nicht immer eine),
dafür gibt es jetzt einen neuen Generalschuldigen – das IT-Biotop. Und
das ist ganz schön komplex.
Andreas Schmitz
Buchvorstellung: Hinter den Kulissen der IT
Mann,
schon wieder ist das Netz weg. Und nun stürzt auch noch das
Buchhaltungsprogramm ab. Was treiben diese Informatiker eigentlich?
Warum ist die Hotline ständig besetzt? Fragen, die sich täglich
Millionen „User“ in ebenso vielen Betrieben auf der ganzen Welt stellen,
die meist jedoch unbeantwortet bleiben… weil die User, wenn Computer und
Anwendungen wieder problemlos laufen, kaum mehr daran denken, sie zu
stellen.
Vielleicht auch aus Furcht und Unlust, sich mit den komplexen
Hintergründen der Informationstechnologie zu befassen und die oftmals
wie verschlüsselte Nachrichten daherkommenden Erklärungen der
Computerfachleute entziffern zu lernen.
Dabei
kommt der IT-Abteilung im Zeitalter der elektronischen Information,
deren einzige Konstante die ständige Anpassung an neue Anforderungen
seitens der Angestellten und der Kunden ist, eine erhebliche Rolle im
Unternehmen zu. Schließlich trägt sie entscheidend dazu bei, mit welcher
Geschwindigkeit ein Betrieb gleich welcher Branche in der Lage ist, sich
Änderungen anzupassen.
Wobei
nicht zu vergessen ist, dass im Hinblick auf die Instrumente, die es
ermöglichen sollen, diese Herausforderung zu meistern, ein extrem
schneller und harter Wettbewerb zwischen Hard- und Softwareentwicklern
tobt…
Es ist
ein Dschungel voller Gefahren und Irrwegen in den der luxemburgische
IT-Experte Claude Roeltgen den Leser mit seinem Buch „Eine Million oder
ein Jahr – Hinter den Kulissen der IT“ entführt.
Der
erfahrene Computerfachmann hat damit ein locker und verständlich
geschriebenes Handbuch verfasst, das es zum einen selbst Laien
ermöglicht, die Hintergründe der komplexen Welt der IT zu erkunden und
zum anderen als eine Art „Checklist“ für Computerexperten daherkommt.
Sogar einem ausgewiesenen anspruchslosen „User“ wie Premierminister
Jean-Claude Juncker konnte „Insider“ Claude Roeltgen die täglichen
Herausforderungen der IT-Abteilungen ein Stückchen näher bringen.
Als „..
weit mehr als nur eine Pflichtlektüre für Betroffene“ bezeichnete der
Premier daraufhin das Werk im Vorwort.
Es ist
auf jeden Fall ein klarer und überaus praktischer Wegweiser, der
IT-Interessierten in ihrer Bibliothek nicht fehlen sollte.
Eine Million
oder ein Jahr. Hinter den Kulissen der IT – ein Insider berichtet
"IT ist
im Jahre 2006 organisierter Dschungel", so einfach oder doch auch so
komplex beschreibt Claude Roeltgen die Welt der Informationstechnologie.
"IT –Experten [betreiben] zu wenig (oder besser gesagt überhaupt kein)
Marketing in eigener Sache", meint er und versucht, mit seinem locker
und luftig geschriebenen Werk den häufig vermissten Dialog zwischen
Anwender und Hersteller anzuschieben. So entstanden 22 Kapitel mit so
blumigen Teilüberschriften wie Montagmorgenspiel, rosaroter lauwarmer
Hähnchenflügel oder Hundert Jahre Warteschleife, in denen Roeltgen
Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner Zeit als IT-Leiter in Luxemburg
aufbereitet hat. Er vergleicht die Anschaffung eines neuen
Computersystems oder die Installation neuer Software mit dem Aussetzen
einer Tier- oder Pflanzenart in einem ungewohnten Biotop: Probleme
entstehen aus der Unvereinbarkeit verschiedener Systeme im Rahmen von
Spezialbereichen und Fachgebieten. Das betrifft vor allem
Unternehmensstrategien, die Verarbeitung der Daten und ihre Sicherheit,
die Systemadministration, die Verwaltung und die Kontrolle. Ein weites
Feld, in dem Anwender, Programmierer und IT-Spezialisten aneinander
vorbeiagieren können. Roeltgen wertet diese Problemfelder aus, macht
Verbesserungsvorschläge oder hakt sie mit leicht ironisch angehauchten
Fachanmerkungen ab. Vor allem schiebt er die Ursachen für die
allgegenwärtigen Probleme bei der Computerbenutzung nicht dem Anwender,
sondern der Industrie zu, die bedenkenlos fehlerhafte Produkte auf den
Markt wirft.
Das
Buch bietet Spaß, Erkenntnisse auf jeder Ebene und klar formulierte
Sachinformationen. Verfasst ist es in erster Linie für all diejenigen
Zeitgenossen, die im IT-Bereich zu Hause sind - und die dennoch nicht
verzweifeln dürfen oder wollen.
(Horst-Joachim Hoffmann/fm)
c't 2006, Heft 15
MUS 7/2006
(Originalartikel als pdf
Dokument)
IT-Insiderbericht mit moralischen Zwischentönen und zahlreichen
Anekdoten
Von
Marco Fava
Der
Verlag SmartBooks, ansonsten eher für praxisbezogene
Informatik-Sachbücher bekannt, liefert mit «Eine Million oder ein Jahr»
von Claude Roeltgen einmal einen etwas anderen Blick auf die Welt der
Informationstechnologie. Weder geht es hier darum, wie ein einzelnes
Programm zu bedienen ist, noch ist das Buch ein «klassischer»
Computer-Ratgeber, und ausschließlich an Mac-User richtet sich Roeltgens
Werk erst recht nicht. Vielmehr verkauft sich «Eine Million oder ein
Jahr» als eine Art «Insider-Report». Ein tiefer Einblick in die
professionelle Informationstechnologie (IT) soll dem Leser hier gewährt
werden. Die IT ist offenbar als eine Art Theater zu sehen, denn
Roeltgen ermittelt, so der Untertitel, «hinter den Kulissen». Der Autor,
studierter Wirtschaftsinformatiker, ist seit den 1980ern in der Welt der
Bits und Bytes zuhause, hat Erfahrung als Anwender, Programmierer und
Projektleiter. Die Entwicklung der modernen Informationstechnologie hat
Roeltgen von der Lochkarte bis zum Internet miterlebt. In welche
Kategorie lässt sich Roeltgens Werk einordnen? Haben es die Leser nun
mit einer Reportage oder doch eher mit einer Sammlung von Anekdoten aus
der IT-Welt zu tun, das Ganze fein feuilletonistisch aufgearbeitet? Ist
Roeltgen eventuell der Wallraff der Informatik-Szene? Schwierig zu
sagen, «Eine Million oder ein Jahr» liegt irgendwo dazwischen. Die Welt
der IT, so erfahren die Leser auf der Rückseite des Buches zumindest,
ist ein Dschungel, und Roeltgens Buch ein Versuch, diesen «in
unterhaltsamer und leicht lesbarer Form von einem Insider etwas zu
lichten». Ebenso werden zahlreiche nützliche Informationen versprochen,
beispielsweise, «wie Anwender am Besten an die Benutzung von Software
herangeführt werden.» Auch nicht fehlen darf das Thema IT-Sicherheit,
und sogar zum Thema Computerspiele hat der Autor etwas zu sagen. Ein
weites Feld also, das hier abgedeckt werden soll.
Niemand
geringeres als Jean-Claude Juncker, Premierminister von Luxemburg,
zeichnet für das Vorwort verantwortlich. Roeltgen, so Monsieur le
premier-ministre, sei es «mit seinem Buch gelungen, die Welt der IT und
der Menschen, für die diese Welt ihr tägliches Brot ist, auch für
Nichtfachleute in verständlichen Worten dazustellen». Ein großes Lob aus
mächtigem Munde also...
In 22
Kapiteln breitet Roeltgen sein kleines Panoptikum der professionellen
IT-Welt aus. Im ersten Kapitel (Titel: «Alles, was Sie schon immer über
IT wissen wollten, aber nie zu fragen wagten») erfahren wir, dass im
Informatik-Dschungel zwar so manches chaotisch, aber durchaus
organisiert ablauft. Keine große Überraschung eigentlich. Die Welt der
professionellen Datenverarbeitung - Himmel oder Hölle? Die Leser, vor
allem solche, die sich mit dem Gedanken tragen, in diesem Bereich ihre
Brötchen zu verdienen, werden von Roeltgen freundlicherweise beruhigt:
Wer sich eingehender mit Computern befasst, wird zwar mit komplizierten
Sachverhalten konfrontiert, aber ein Beruf in der Informatik ist dafür
«möglicherweise der spannendste und abwechslungsreichste Bürojob, den es
gibt». Immerhin.
Roeltgen widmet sich den unterschiedlichsten Themen aus der Welt der IT,
die, auch dies erfahren die Leser, offenbar ein Biotop für die
erstaunlichsten Charaktere ist. Immer wieder streut Roeltgen meist
interessante Anekdoten in seine Betrachtungen ein. Wir lesen
beispielsweise über einige Informatiker, die in Prag beim Mittagessen
Zeugen einer Schiesserei werden und die Gelegenheit nutzen, das
Restaurant zu verlassen, ohne die Rechnung zu bezahlen. Auch über die
Tücken des IT-Pikettdienstes an Weihnachten und über die gastronomische
Risikosituation, bei Geschäftsessen in England mit Sandwiches zweiter
Wahl beschenkt zu werden, orientiert der Autor die Leserschaft.
Am
besten ist Roeltgen jeweils, wenn er generelle Missstände und unlogische
Abläufe im IT-Bereich anprangert, z.B. die Tatsache, dass Anwender mit
dem Erwerb von Programmen immer wieder zu unfreiwilligen Beta-Testern
degradiert werden, obwohl sie ja eigentlich für funktionierende Produkte
gezahlt haben. Gelegentliche Ausflüge in die Anfangszeit der
Computertechnologie dürfen in Roeltgens Buch natürlich auch nicht
fehlen. Mit fast schon nostalgischer Wehmut widmet sich der Autor
beispielsweise den guten alten Zeiten der Lochkarten-Programmierung.
Auch gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge, die über die
Informationstechnologie hinausgehen, mit dieser aber dennoch
zusammenhängen, bleiben nicht unerwähnt. So äußert sich Roeltgen
beispielsweise kritisch zu gewalttätigen Computerspielen oder zum
TV-Overkill, dem Kinder heute ausgesetzt sind.
Die
Zeiten haben sich geändert. Zwar ist vieles schneller (und oftmals auch
teurer) geworden, doch nicht unbedingt besser. Roeltgen versucht sich
als Chronist des derzeitigen Zustands im IT-Business, hält sich aber
auch mit moralischen Werturteilen nicht zurück. «Eine Million oder ein
Jahr» ist ein durchaus lesenswertes Buch, das sich nicht nur an
Brancheninsider richtet. Dafür zünden die zahlreichen meist humoristisch
gemeinten Anekdoten nicht immer, die der Autor in sein Werk einflicht.
Wer wirklich nur über den alltäglichen Grossraumbüro-IT-Wahn lachen
will, greift doch besser zu den bekannten Dilbert-Comics. Dennoch:
Informatiker, und andere Technologie-Betroffene, die mehr über die
Hintergründe des Business erhalten möchten, ohne mit unverständlichem
Fachjargon bombardiert zu werden, werden Claude Roeltgens Buch mit
Interesse lesen.
„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“
VON ARNE
LANGNER
Informatiker
tun Dinge, die viele andere nicht immer nachvollziehen können. Nach 20
Jahren im IT- Business bei Luxemburger Banken packt der
Wirtschaftsinformatiker Claude Roeltgen nun aus. In seinem Buch „Eine
Million oder ein Jahr“ lüftet er ein wenig den Vorhang der
Informationstechnologie für Otto Normalverbraucher.
Grundsätzlich gilt: Ein IT-Projekt dauert ein
Jahr lang oder es kostet eine Million. Auch beides ist möglich. Wenn es
weniger kostet, ist die Geschäftsführung froh, dann nimmt sie auch in
Kauf, dass es vielleicht noch länger als ein Jahr dauert. Erkenntnisse
wie diese hat der Luxemburger Claude Roeltgen in seinem ersten Buch
untergebracht.
„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“, hatte
sein Vater ihn einmal gefragt. Trotz mehrfacher Erklärungsversuche
gelang es Claude Roeltgen nicht, seinem Vater klar zu machen, womit er
sein Geld verdient. Heute ist Roeltgen junior Chef der IT-Abteilung bei
Credit Suisse. Dort kümmert er sich um IT-Projekte rund um Sicherheit,
Software und Systemverwaltung. In seinem Buch erzählt der Autor von den
Erfahrungen der ersten Stunden mit Lochkartensortierern bis hin zum
Umgang mit Betriebssystemen wie Windows XP.
Die IT-Welt in verständlichen Worten
Premierminister Jean-Claude Juncker fühlt sich zwar noch immer wohler,
wenn das Schreiben „vom Kratzen der Feder“ begleitet wird, schreibt er
in seinem Vorwort. Dennoch resümiert er zu Roeltgens Erstlingswerk:
„Claude Roeltgen ist es mit seinem Buch gelungen, die Welt der IT und
der Menschen, für die diese Welt ihr tägliches Brot ist, auch für
Nichtfachleute in verständlichen Worten darzustellen.“
Der IT-Spezialist schafft es in der Tat, in verständlicher
Sprache ein unterhaltsames Buch über die Tücken und Rätsel der
Computerwelt vorzulegen. Er kombiniert dabei persönliche Anekdoten aus
seiner langjährigen Karriere im IT-Bereich mit dem Angebot an die Leser,
ihr Basiswissen nebenbei zu erweitern.
Locker plaudert er von
den Planungsschwierigkeiten großer IT-Projekte und fordert mehr
gegenseitiges Verständnis zwischen Informatikern und Managern.
„Es gibt einfach keine Kriterien, auf die man Software zuverlässig
testen kann, bevor sie in einer Firma zum Einsatz kommt“, sagt Roeltgen.
Jedes Firmen-Computersystem unterscheide sich vom anderen: „Die
funktionieren wie Biotope. Empfindlich und einzigartig.“ IT-Fachleute
wissen das, Geschäftsleuten fehle oft das Verständnis dafür. Die Werbung
verspreche zwar, dass eine bestimmte Software die Arbeit erleichtert,
einfach zu bedienen sei und natürlich tadellos funktioniert. Roeltgen:
„Aber so einfach ist es nicht.“ Außerdem sind die Anschaffungskosten für
neue Programme nicht der einzige Kostenpunkt. Die Software muss ins
System implementiert werden, was mitunter mehrere Monate dauern kann,
weiß Roeltgen.
Nicht zuletzt müssen Unternehmenschefs auch immer
die Frage klären: „Brauchen wir überhaupt ein neues Programm?“ Die
Kosten-Nutzen-Relation ist dabei ein entscheidender Faktor. Und außerdem
befinde sich die Informationstechnologie immer noch in der
Sturm-und-Drang-Phase, meint der Mann, der schon seit 20 Jahren in dem
Business tätig ist und weiß, wie es funktioniert: „Die IT weigert sich,
erwachsen zu werden.“ Das mag schöne, aber überflüssige Programme ebenso
erklären wie Softwarefehler und langwierige Projekte, die viel Zeit und
Geld kosten. Um Verständnis für die nützlichen Erfindungen der IT wirbt
der Autor in seinem Buch.
IMPACT Magazine Fujitsu Siemens July 2007
(Artikel als .pdf Dokument)
Paperjam 30.6.2006 (pdf)
luxbox (pdf).
(Luxemburgisches IT-Magazin)
Interview in Mitarbeiterzeitschrift der Credit Suisse
(Originalartikel als pdf Dokument)
Die Fragen an den
Autor
IT
matters: Einer meiner ersten Gedanken beim Durchstöbern des Buches war:
«Gehaltvolle Projekte haben in der Regel entweder ein Jahr Verspätung
oder kosten eine Million mehr». Was meinen Sie dazu?
Claude
Roeltgen: Sie gehen mit Ihrer Frage noch einen Schritt weiter als ich es
tue! Und Sie haben Recht. IT-Projekte dauern immer länger als geplant
und sind immer teurer als man denkt. «That’s IT» stellt dann das
Business resignierend fest. In der Tat gibt es immer so viel
Unvorhergesehenes, weshalb eine verlässliche Planung in den meisten
Fällen einfach nicht machbar ist. IT-Abteilungen kämpfen mit
Softwarefehlern, mit unklaren und unvollständigen Anforderungen aus dem
Business, mit regulatorischen Anforderungen aus heiterem Himmel,
Umpriorisierungen am laufenden Band, Cost Cutting, verspäteten
Lieferungen, technischen Unwägbarkeiten, … IT ist teuer, wer wollte das
leugnen? Schauen Sie sich nur die Wartungsgebühren bei Software an, die
sich mittlerweile anschicken, die 20 %-Grenze des Anschaffungspreises
pro Jahr zu übersteigen. Die wahren Kosten eines Systems während seines
Lebenszykluses sind mit 2, 5 oder gar 10 mal mit dem Anschaffungspreis
zu multiplizieren!
In Ihr
Buch haben Sie eine bunte Mischung von Einsichten, Ratschlägen und
Anekdoten gepackt. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Buch zu schreiben?
Das hatte zwei Gründe, einen privaten und einen
beruflichen. Der private Grund war, dass mein Vater, der sein ganzes
Leben in der Stahlindustrie gearbeitet hat, mich gelegentlich fragt, was
ich denn so den ganzen Tag lang treibe: Das mit den Einsen und Nullen,
sowie Debit und Credit kann doch nicht so kompliziert sein. Diese Frage
mündlich zu beantworten geht gar nicht; hierzu braucht es ein komplettes
Buch. Zweitens, habe ich bei [uns] in Luxemburg beim IT-Customer
Satisfaction Survey die Erfahrung gemacht, dass die Mitarbeiter unser
IT-Framework überhaupt nicht kennen. Dies war so etwas wie ein
lehrreicher Schock. Beispielsweise weiss jeder IT-Experte, dass
jede
Software Fehler hat, aber die Anwender staunen, wenn man
ihnen das erzählt. Und hier musste etwas passieren. Ich wollte also ein
Buch schreiben, das sowohl mein Vater als auch Mitarbeiter, die an einem
Computer arbeiten, lesen können und dabei etwas lernen würden. Es sollte
leicht verständlich sein, so dass man es auch mit an den Strand nehmen
kann. Und dazu eignen sich Anekdoten, Ratschläge und Einsichten
besonders gut.
Seit
Ihren jungen Jahren sind Sie in der Informatik tätig, seit 1987 in
leitender Funktion. Was fasziniert Sie an der IT?
Auf dem Gymnasium hatte ich bereits die erste
programmierbare Rechenmaschine von hp. Ich war sofort fasziniert, und
diese Faszination hält bis heute an. Auf der Uni habe ich dann auf einer
HP41 mit einem Speicherplatz von 2,2 Kbytes ein Schachprogramm
geschrieben (das man heute noch als Download im hp-Museum findet). IT
ist dauernd etwas Neues, man weiss morgens nicht wie der Tag im Büro
verlaufen wird, Langeweile gibt es nie. Ich denke
IT ist
der spannendste Bürojob der Welt, denn es gilt, jeden Tag ein neues
Abenteuer im IT-Dschungel zu bestehen.
Ihre Ausführungen
handeln oft von der Komplexität der IT und vom Unvermögen, mit der IT
zurechtzukommen. Wird es uns je gelingen, eine bessere IT zu schaffen?
Welche Hürden müssten dazu überwunden werden?
Hoffentlich gelingt
uns das nie, denn sonst verlieren wir IT-Experten unseren Job! Aber
ernsthaft, die IT ist immer noch eine sehr junge Industrie. Sie ist weit
davon entfernt erwachsen zu sein. Wir erleben zurzeit die
Sturm-und-Drang-Phase, sie sucht noch nach dem richtigen Weg und
probiert alles aus. Ich denke, zumindest während der nächsten 5 Jahre,
eher aber der nächsten 10 Jahre werden wir noch in dem organisierten
Dschungel bleiben. Um das zu ändern müssen sich Arbeitsmethoden und
Standards als feste Werte etablieren. Manches ist hier zwar unterwegs
wie das gerne plakatierte Service Oriented Architecture (SOA); aber
wahrscheinlich wird es das auch nicht sein. Irgendwann wird man Software
so kaufen wie ein Auto: die Leistungsmerkmale sind für jeden, also auch
für Laien schnell vergleichbar. Aber es ist noch ein sehr langer Weg bis
dahin. Bezeichnenderweise argumentieren unsere Anwender gerne, dass sie
sich IT wie ein Automobil vorstellen. Das geht aber nicht. Wenn schon
Vergleiche anstellen, dann eher mit der Pharmaindustrie. Ein neues
Medikament (entsprechend einer neue Software) wird jahrelang auf
Verträglichkeit getestet, und dennoch gibt es am Ende unerwünschte
Nebenwirkungen. Bei Software werden nur vergleichsweise unbedeutende
Verträglichkeitstests durchgeführt, bevor das Produkt auf den Markt
kommt, obwohl solche Tests unbedingt erforderlich wären.
In Ihrem Buch pflegen
Sie einen direkten und schnörkellosen Stil. Bekannt ist die Aussage «In
der IT geht nichts automatisch, ausser man definiert es!» Wie würden Sie
das einem Businessvertreter erklären?
Die
Aussage ist eindeutig und nicht widerlegbar: Es gibt kein «Auf
Knopfdruck funktioniert es!». Der Dialog zwischen IT und dem Business
ist gestört. Ich rede hier
nicht
von [uns], sondern es ist eine allgemeine Situation. IT
hat über Jahrzehnte hinweg immer viel versprochen und es in zu vielen
Fällen nicht eingehalten. Das Business ist mit den Jahren misstrauisch
und desillusioniert geworden. Denken wir nur daran, dass Anfang der
Neunzigerjahre der PC die IT so einfach machen sollte, dass
IT-Abteilungen abgeschafft werden könnten… Und was ist passiert? Die
zugegebenermassen phantastische Funktionalität haben wir uns mit einer
Verringerung der Stabilität sowie einer Explosion der Komplexität und
der Kosten erkauft. Die IT-Manager dieser Welt müssen dem Business
erklären, weshalb IT geistige Arbeit im Bergwerk bedeutet; wir brauchen
mehr Bücher, die aus den Stollen berichten. Das Problem ist, dass wir
als Experten dieses Feld widerstandslos den externen Beratern
überlassen. Mit Anzeigen in Wirtschaftsmagazinen versprechen diese die
Lösung aller Probleme auf einen Schlag: schneller, besser, flexibler,
und vor allem: billiger. Dieses Buch ist nach Aussage des Verlags der
erste Versuch, dem Business die IT von einem Insider direkt von der
Front erklären zu lassen. Deshalb kann ich jedem im Business nur dazu
raten, den Dialog mit dem IT-Management zu suchen und ihm, nicht den
externen Beratern, zu glauben.
Welche
Wettbewerbsvorteile, Trümpfe haben wir als Division IT in der Hand, um
im Wettbewerb gegen die Konkurrenten zu bestehen? Welche sollten wir in
Zukunft vermehrt fördern?
Eines war von Anfang
an so und wird sich auch so schnell nicht ändern: Wenn man eine neue
Technologie oder ein neues System zu früh einführt, dann hat man alle
Kinderkrankheiten, eine Krisensitzung löst die vorherige ab. Wartet man
zu lange, dann ist die Kundschaft weg. Es geht darum, den richtigen
Zeitpunkt zu finden, wann etwas gemacht werden soll. Dann sollte man
pragmatisch vorgehen: solange die IT-Industrie in ihrer
Sturm-und-Drang-Phase ist, sollte man die Finger von allumfassenden
Konzepten lassen. Es wäre besser, bei jedem Thema neu nachzudenken.
Besteht die Lösung in einem Ozeandampfer, einem grosses Zentralsystem
das alles kann? Oder benötigen wir ein Speedboat, also ein kleines und
flexibles System? [Unser] Haupttrumpf besteht darin, dass wir auf
allen Ebenen in der IT gute Leute mit guten Ideen haben; darauf müssen
wir bauen. Letzen Endes möchte ich sagen, dass die beste IT diejenige
ist, von der niemand mehr spricht.
Amüsante
Aufklärung, 7. April 2007
Rezensent: G. Kieffer
(Luxemburg) (Aus amazon)
Ob man nun in der IT arbeitet oder
nicht, dieses Buch klärt in einer amüsanten und sehr kurzweiligen Form
auf:
Menschen, die IT nicht wirklich kennen, erfahren, wieso sich IT nicht
auf das Zurverfügungstellen oder Reparieren von PCs reduziert.
Menschen, die in einem Unternehmen arbeiten und somit fast täglich mit
IT Themen konfrontiert sind, erfahren, wieso IT Abteilungen so viele
Mitarbeiter haben. Sie werden nach der Lektüre dieses Buchs feststellen,
dass die Mehrzahl der ständigen IT Aufgaben völlig transparent für alle
anderen Mitarbeiter des Unternehmens abgearbeitet werden. Und dabei
konzentriert sich der Autor fast ausschließlich auf die (ständig
wechselnden) Standardarbeiten, weniger auf die ungeplanten
Zusatzarbeiten, die jeden Tag dazukommen.
Ja, und Menschen, die selbst in der IT arbeiten, werden staunen,
wieviele Aufgaben tatsächlich in ihrem Arbeitsbereich konsequent
angegangen und gelöst werden.
Mir gefällt dieses Buch außerordentlich gut, weil der Autor trotz der
auf den ersten Blick trockenen Thematik Humor einkehren lässt und sich
nicht in technischen Details verliert. Übersicht verschaffen, hinweisen,
Anekdote zum Schmunzeln, nächstes Kapitel, Buch fertig.
Leicht
verständlich und endlich Licht im Dunkeln.......,
17. Januar 2007
Rezensent: S. Benedix_"Kidsfan"
(Aus amazon)
Normalerweise mache ich um
Bücher aus dem IT Bereich einen
großen Bogen.
Aus meiner Studienzeit erinnere
ich mich noch gut, dass gerade
IT Sachbücher sehr trocken sind.
Von einer Freundin bekam ich
dann zu Weihnachten dieses Buch
geschenkt und ich dachte mit
Schrecken an meine Studienzeit.
Trotzdem der alten Freundschaft
zuliebe habe ich mich in die
erste Seite gezwängt -
und ich habe es nicht bereut. Es
ist leicht verständlich und
locker geschrieben und somit
auch für einen Laien sehr gut
verständlich.
Aufgelockert wird das ganze
durch amüsante Anekdoten des
Autors und selbst ich fange an
dieses trockene Thema zu
verstehen.
Liebevoll amüsantes fachliches
Buch. Man kann es nur
weiterempfehlen und dem Autor
danke sagen.
Ich
habe das Buch mittlerweile
erhalten und gelesen und habe es
sehr genossen weil es sehr viele
Wahrheiten enthält und viele
Erinnerungen in mir wachrief.
Sie haben mir zwar 11 Jahre
Lebenserfahrung voraus aber ich
bin sehr früh in meiner
beruflichen Laufbahn in die IT
eingestiegen und kann ihre
Erfahrungen sehr gut
nachvollziehen.
Das Thema Lochkarten aus ihrer
köstlichen Geschichte mit dem
Sortierer habe ich z.B. bei
meiner Ausbildungssparkasse
persönlich "beerdigt" indem ich
die noch abgelegten
Dauerauftragskarten aus den
Kundenakten mal hinterfragte,
weil ja kein Lesegerät mehr
dafür vorhanden war.
Ihre Darstellung der IT als
Dschungel/Biotop/Ökosystem
trifft es hervorragend und
verdeutlicht die Problematik
hervorragend, denn in einem
Ökosystem zieht jede Änderung
eine Welle an weiteren
Änderungen und evtl. sogar ein
Zerstören derselben nach sich,
wie man ja am Biosphärenprojekt
gesehen hat.
Ihr Meinung zu SOX teile ich und
habe dazu letzten Dezember auf
dem itSMF Kongress in Dresden
eine passende Stellungnahme
eines Schweizer Kollegen gehört:
"SOX ist die beste Erfindung der
Amerikaner um ihre
Wettbewerbsfähigkeit gegenüber
den Europäern zu erhöhen - die
halten sich nämlich pedantisch
an die SOX-Regelungen (und geben
dafür Geld und Zeit aus) und die
Amis selbst machen das so
lala...".
Alles in Allem finde ich ihr
Buch sehr empfehlenswert und ich
bin schon am Überlegen an wen
ich es als nächsten weiter gebe,
denn in manchen Köpfen würden
die Erkenntnisse daraus bestimmt
Gutes tun.
Andreas Weinberger am 24.11.2006
IT-Projekte sind bekannt dafür, dass sie gegen die
Wand fahren, das doppelte bis dreifache kosten und
wenn Sie überhaupt jemals erfolgreich enden, dann
Jahre nach dem ursprünglich geplanten Projektende.
Beispiel:
In der Ausschreibungsphase bieten drei
Dienstleister an, die in die engere Auswahl kommen,
natürlich zum Festpreis. Dienstleister A geht mit
einem Angebot von 2 Mio € ins Rennen, Dienstleister
B mit 2,2 Mio € und Dienstleister C mit 3 Mio €.
Dienstleister D ist bereits rausgeflogen, er hatte
für 4 Mio € angeboten. Die Entscheidung fällt
letztendlich auf Anbieter C für 3 Mio €, also die
Mitte. Man möchte ja später nicht den Vorwurf hören,
man hätte doch gleich den kompetenteren und
seriöseren Anbieter nehmen sollen, der natürlich ein
wenig mehr kostet. Trotz allem stellt sich heraus,
dass das Projekt unterschätzt wurde. Unter dem
Strich wird das Projekt 3-4 Mal verlängert, die IT
hat einen Haufen Ärger mit dem Projekt, die
ursprünglich versprochenen Funktionen wurden stark
abgespeckt und man musste nocheinmal draufschlagen.
Der externe Dienstleister kassierte letztendlich 5
Mio € und inkl. aller intern gebundenen Ressourcen,
nochmaligen Hardware-Resizing etc. kostete das
Projekt dann 9 Mio €, anstatt den ursprünglich
geplanten 3 Mio €. Und richtig stabil läuft die
Software immer noch nicht, zu schweigen von den
fehlenden Funktionen die ursprünglich angefordert
wurden.
Die Lösung
Liebe geplagte CIOs, ich biete Ihnen
folgenden Deal an: Ich biete gegen jeden
Konkurrenten zum halben Preis. Anstatt dem
Dienstleister C 3 Mio € in den Rachen zu werfen,
biete ich für 1,5 Mio € an. Was sie dafür bekommen?
Ganz einfach: Nichts. Dafür
haben Sie aber unter dem Strich 7,5 Mio € gespart!
Sie haben keinen Ärger, wir bleiben In-Time,
Under-Budget und wir sind beide glücklich. Denn
jeder weiß von Anfang an ganz genau was er bekommt
und was nicht. Keine Tricks und kein doppelter
Boden. Ich bekomme in obigen Beispiel 1,5 Mio € und
Sie einfach Nichts und Sie sparen trotzdem noch
dabei.
Spass bei Seite
Woran liegt es, dass Software-Projekte so
oft scheitern? Nun, so schwer ist es nicht. Ein
grundlegender
Fehler ist, dass viele Unternehmen mit einer
vollkommen falschen Haltung an das Thema herangehen,
nämlich der Vorstellung, Software lässt sich wie ein
Auto herstellen. Das dies nicht so ist, hat auch
Claude Roeltgen, CIO von Credit Suisse,
festgestellt. In seinem neuen Buch “Eine Million
oder ein Jahr” hält er fest:
“IT ist kein Auto, in das man sich hineinsetzt, den
Zündschlüssel umdreht und Gas gibt”
Einer der wichtigsten Punkte, aus kybernetischer
Sicht, ist, dass ein Auto während seines
Produktlebenszyklus nicht solchen starken
Veränderungen wie Software unterliegt. Hier und dort
ein wenig Verschleiß, ein paar Reparaturen. Nicht
aber funktionale und strukturelle Veränderungen wie
bei Software. Der Software mit all seinen
Nebeneffekten entspricht eher einem
autopoietischen System. Software ist daher eher
etwas wie ein Organismus, welche sich an seinen
Umweltbedingungen, z.B. den Marktbedingungen
permanent anpasst. Derzeit arbeite ich deshalb mit
Ralf Westphal an einem Dialog, welcher die
Zusammenhänge etwas einfacher darstellt.
Ich behaupte deshalb: Solange sich nicht grundlegend
etwas an der Haltung zum Thema Software ändert und
solange man nicht versteht, dass
Industrialisierungsprozesse wie z.B.
Fertigungsprozesse für Autos nicht auf die
Entwicklung von Software übertragen werden können,
werden weiterhin Millionen von Euros verbrannt.
"Vielen Dank für Ihr
wundervolles Buch"
(am 6.9.2006)
Ich
habe gerade das Buch gelesen und
selten so gelacht. Ich kann mich
nicht erinnern, dass ich jemals
ein Buch mit so viel Witz über
IT gelesen habe. Den Ausspruch
"Mein Mann hat einen PC" werde
ich wohl nicht mehr vergessen:-)
Die meisten
Bücher quellen über vor
Fachbegriffen und man könnte
annehmen, die Autoren wollen
ihre Doktorarbeit damit
schreiben oder ausdrücken, wie
klug sie sind. Sie meistern das
mit Ihrer Persönlichkeit auf
eine bezaubernde Weise.
Das Buch gibt
einen guten Einblick in die Welt
der IT, die eine Branche mit
vielen Nebenwirkungen ist. Die
Branche ist so spannend, weil
die Entwicklung nie stehen
bleibt. Als Frau erntet man aber
heute immer noch Erstaunen, dass
man Computer mag. Ich gebe mein
Wissen gern weiter, denn das
schult das Gedächtnis und es
gibt nichts Schöneres, als wenn
man Menschen eine Freude
bereitet. Und mit Computerwissen
kann man das sehr wohl, denn da
besteht ein ungeheurer
Nachholbedarf.
Ich war bis vor
kurzem in dieser Branche tätig
und ich kann das alles nur
bestätigen. Es geschehen so
lustige Begegnungen, über die
ich noch nach Jahren aus
vollstem Herzen lachen kann.
Besonders hat mich Ihr Beitrag
über die
Bewerbungen angesprochen, da Sie
aussprechen, was Personaler
selten zugeben. Speziell in
Deutschland ist alles so
standardisiert, dass
mittlerweile der Farbe der
Bewerbungsmappe,Schriftgröße
etc. mehr Bedeutung beigemessen
wird, als die Persönlichkeit des
Bewerbers selbst.
Selbst die
Anschreiben sind in
Bewerbungsratgebern so
standardisiert, dass ich mich
nur noch wundere, dass das in
einem Buch als Ratschlag steht.
Aber ich weiß aus eigener
Erfahrung, dass ein Anschreiben
fast wie ein Meisterwerk der
Sprache sein sollte. Denn wie
sagt man in kurzen Sätzen, dass
das Unternehmen Anreiz hat, den
Bewerber einzuladen. Das
einfachste ist oft das
Schwierigste, sei es die
Bedienungsanleitung für
Software, Anschreiben oder was
sonst auch immer im täglichen
Leben.
|
"Das Standardwerk zur Erkennung von
NERDs"
wird am 26.6.2006 auf
http://www.photoscala.de behauptet
|
Einfach
nur genial, es hat meine Begeisterung wieder geweckt!,
23. Juni 2006
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Rezensentin/Rezensent: |
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Gregor W. "Gregor W." (Jona - CH) (aus
amazon)
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Kurzgesagt
einfach ein geniales Buch.
Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr ein begeisterter Computerfan
und habe von Anfang an mehr mit Programmen Sachen geschrieben
und erzeugt als gespielt. Nun bin ich im 1. Lehrjahr als
Entwickler und habe mir dieses Buch zu Gemüte geführt. Ein echt
tolles Buch! Es zeigt auf sehr einfache Weise die IT Welt, wo
die Probleme liegen und was wir / ich eigentlich den ganzen Tag
mache.
Ich habe dieses Buch auch meiner Mutter aufgezwungen, übrigens
nur zu empfehlen ;). Seitdem habe ich keine Probleme mehr, wenn
ich über Nacht wieder mal an einem Codeproblem sitze oder
einfach an Fehlern rumknabbere die ich nicht finden kann, ich
habe meine Ruhe. Denn nun versteht mich meine Mutter!
Alle geplagten der IT, Leute die einfach neugierig sind oder
Mitarbeiter die denken der Helpdesk kann nix und die IT
Abteilungen sind sowieso Leute die im Keller sitzen und
Tageslicht scheuen, lesen Sie dieses Buch! |
"Schulung ist alles"
Alles, was ich
schon immer über IT wissen wollte, aber nie zu fragen wagte, haben Sie
mir persönlich beantwortet!
Ihr Buch hat mir grosse Freude zubereitet und dafür danke ich Ihnen ganz
herzlichst!
Jasmina Allemann (28.5.2006)
Traumjob,
27. Mai 2006
Rezensentin/Rezensent: Marcel Tungen (aus amazon)
Der Vater des Autors fragt im
ersten Kapitel was der Autor denn den ganzen Tag so mache in seinem Job als
IT-Experte, und der Autor schreibt, dass diese Frage nicht so einfach zu
beantworten ist. Ich bin ebenfalls IT-Experte (Systemadministrator) und kann
dies nur bestätigen, da ich es meinen Freunden und Bekannten ebenfalls bis
jetzt nicht erklären konnte. Und nun gibt es dieses Buch, das einem diese
Aufgabe abnimmt. In einem direkten und schnörkellosen Stil beschreibt der
Mann womit er und seine Kollegen sich den ganzen Tag herumschlagen müssen,
und warum ein IT-Job ein Traumjob (Zitat: "der spannendste Bürojob der
Welt") ist. Da mag der eine oder andere gestresste Experte anderer Meinung
sein, jedoch liest man in jeder Zeile, dass der Autor seinen Beruf liebt und
dass es etwas Besonderes ist in dieser Welt zu arbeiten (ja!). Einzig und
allein hätte bisher noch niemand Marketing für diese "grauen Eminenzen"
gemacht. Dass Informatiker auch den Ernst der Sache mal vergessen können
zeigt dann die eine oder andere amüsante Anekdote. Und dass IT-Experten sich
auch noch Gedanken über die Auswirkungen der Computer auf die Gesellschaft
machen überrascht dann doch einigermassen: Informatiker sind doch nicht nur
Technikfreaks. Sehr gut gefallen hat mir auch das kurze Kapitel über
Luxemburg (der Autor ist Luxemburger), dieses Land habe ich bis jetzt so
nicht gesehen. Ja, es hat Spass gemacht die Welt in der ich lebe in einer
,normalen' Sprache beschrieben zu sehen. Der Premierminister Luxemburgs,
Herr Juncker, schliesst sich gar in seinem Vorwort meiner Meinung an!
Es hat mir viel Freude bereitet ein
derart umfassendes Werk über unsere Arbeit in Luxembourg zu lesen und
sich dabei an die vielen eigenen zurückliegenden Berufsjahre zu
erinnern!
U.V. (17.5.2006)
Lehrreich
und unterhaltsam, 17. Mai 2006
Rezensent: Pierre B.
(Trier) (Aus amazon)
Das Thema (IT, Computer,
...) verlockt einen ja am Anfang nicht gerade dazu dieses Buch zu
kaufen, aber was für eine wunderbare Ueberraschung ist es dann von der
ersten Seite an. Es ist alles andere als trocken,
nämlich durch zahlreiche Anekdoten sehr unterhaltsam geschrieben; die
perfekte Strandlektüre um sich zu amüsieren und um etwas zu lernen. Das
hätte ich nicht für möglich gehalten, dass ich gar nicht der dumme User
bin wenn mein PC schon wieder einmal abstürzt. Wieso hat mir noch
niemand gesagt, dass jede Software Fehler hat und ich Geld für
fehlerhafte Produkte bezahlen muss? Und was die IT-Experten den ganzen
Tag lang so treiben, davon hat man ja vorher nicht den leisesten
Schimmer. Und bei meiner Einstellung zu Computerspielen muss ich jetzt
auch einiges ändern. Nur ein paar von vielen Themen die angeschnitten
werden. Ein tolles Buch, ein grosser Lesespass, sehr empfehlenswert.
Habe übrigens das Buch gelesen, ganz ausgezeichnete Darstellung der
tatsächlichen Herausforderungen an die IT. Hatte vor kurzem einen
Bewerber um ein Praktikum hier, der sich offenbar die IT-Abteilung einer
Bank in etwa so wie ein IT-Forschungslabor in Silicon Valley vorstellte.
Da ist der Bergwerksvergleich deutlich treffender.
Die Charakterisierung des SOX-Prozesses ist die beste, die ich bisher
gefunden habe.
Ein Kritikpunkt ist die aus meiner Sicht etwas weltfremde Forderung,
Hersteller sollten Garantien für das Funktionieren ihrer Software
übernehmen. Die technische Komplexität heutiger IT-Landschaft findet
ihre Entsprechung in der Organisation dieses Marktes: Du kaufst von
einem Provider, aber der setzt seinerzeit jede Menge zugekaufte
Komponenten ein, um sein Teil zum Laufen zu bringen. Er müßte die
gleichen Anforderungen an seine Provider stellen, die Garantie müßte die
ganze Kette bis zu allen Hardwareherstellern, auf denen die
Basiskomponenten funktionieren sollen, durchlaufen.
Wenn man sich zum Vergleich die Pharmaindustrie ansieht, wo der
Hersteller in der Tat verpflichtet werden muß, alles nur Mögliche über
die Wirkungsweise seiner Substanzen erforscht zu haben, bevor er sie auf
den Markt bringt, dann zeigen sich die Auswirkungen: es würde Jahre
länger als bisher dauern, bis das Management etwas zum Vertrieb
freigeben könnte, da ja jedesmal die Existenz der Firma auf dem Spiel
steht. Software würde erst auf den Markt kommen, wenn die
zugrundeliegende Technologie bereits wieder überholt ist. Kleine Firmen
würden das kaum überleben, Du hättest dann vermutlich eine vollständig
konzerndominierte SW-Industrie.
Am Schluß hättest Du dennoch jede Menge Gerichtsverfahren, da
hinreichend komplexe Software auch dann nicht ganz fehlerfrei sein wird.
Und wir wissen beide, wie schwierig es im Zweifelsfall ist, eine
Fehlfunktion auf EIN dem Laien (d.h. Richter) verständliches Problem
zurückzuführen. Es gäbe endlose Gerichtsverfahren über das alte "It's
not a bug but a feature"-Thema. Der Vendor müßte immer versuchen zu
zeigen, daß es sich doch ein Fehler des Anwenders, der Schnittstelle,
einer anderen SW etc handelte.
(...)
Karl-Heinz Gatterdam, CIO, am 5.5.2006
(Übersetzung aus dem Luxemburgischen):
Habe
Dein Buch gelesen und es hat mir gut gefallen. Vor allem auch das über
die Computerspiele bei Kindern, (Ansichten eines Kinderfeindes),
und über Leute die sich vorstellen kommen. Dein Vergleich mit einem
Biotop (habe immer an einen Teich und nicht an einen Dschungel gedacht)
hat die Sache gut verdeutlicht. Hilfreich sind auch die verschiedenen
Links wenn man zu Hause Probleme mit dem eigenen PC hat (und kein
Help-Desk weit und breit). Bin gespannt auf die Fortsetzung, vielleicht
wundern wir uns ja dann über das worüber wir uns alles aufgeregt haben,
weil das dann in 5-10 Jahren kein Thema mehr ist, wer weiß!
Christiane Schuller (26.4.2006)
Du
hast wirklich Talent zum Schreiben! Es ist auf jeden Fall sehr
unterhaltsam und nie langweilig. Und dabei ist die Materie alles andere
als einfach!
L.H. (23.4.2006)
Es ist
unheimlich gut geschrieben.
Macht Riesenspass es zu lesen. Wusste gar nicht, dass Du so ein guter
Schreiber bist.
Josée Reinirkens (21.4.2006)
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